Was Industrie 4.0 praktisch bedeutet

Laatzen, 19.02.2018 | News

Smart Pneumatics Monitor von Aventics ermöglicht vorhersehbare Wartung und maximiert die Anlagenverfügbarkeit

Industrie 4.0 ist auf dem Vormarsch. Immer mehr Unternehmen bieten Komponenten an, die miteinander kommunizieren und modernste Informations- und Kommunikationstechnik nutzen. Oft ist der Vorteil dieser Produkte aber noch theoretisch. Aventics zeigt auf der Hannover Messe 2018 ein Produkt, mit dem Industrie 4.0 schon heute praktisch in der Pneumatik eingesetzt wird.

 

Laatzen, 19. Februar 2018 – Auf einen Blick Aussagen zum Verschleißzustand und Hinweise zur Energieeffizienz von Pneumatiksystemen erhalten – und so rechtzeitig auf mögliche Leckagen oder drohende Maschinenstillstände reagieren zu können, das wünschen sich viele Anwender. Der Smart Pneumatics Monitor (SPM) von Aventics erfasst die jeweiligen Betriebszustände, analysiert die Daten und zielt schließlich mit der Bereitstellung von aufgearbeiteten Informationen auf die zustandsorientierte Instandhaltung ab.

„Pneumatikventile haben als Stellglieder zahlreicher weiterer Komponenten großen Einfluss auf Anlagenverfügbarkeit, Maschinensicherheit, Energieeffizienz oder auch den Rohstoffverbrauch“, erklärt Dieter Michalkowski, der bei Aventics den Smart Pneumatics Monitor betreut. „Es gibt deshalb gute wirtschaftliche Gründe sicherzustellen, dass diese Ventile auf hohem Niveau arbeiten und ihre vielfältigen Funktionen optimal genutzt werden“, so der Experte weiter.

Intelligenz zahlt sich aus

Intelligente Ventile bieten hierfür beste Voraussetzungen: Dank ihnen kann der Anwender vorhersehen, wann einzelne Komponenten kritische Grenzwerte erreichen. Dadurch können frühzeitig Maßnahmen ergriffen werden. Aventics unterstützt die Strategie vorausschauender Wartungskonzepte (Predictive Maintenance) mit dem Smart Pneumatics Monitor.

Um beispielsweise den Verschleiß eines Stoßdämpfers zu überwachen, misst der SPM anhand der Endschaltersignale den zeitlichen Verlauf der Dämpfung. Algorithmen werten diese Daten intern aus und senden die Informationen entweder an definierte Personen oder über die OPC-UA-Schnittstelle an übergeordnete Systeme. Die Auswertung der gesammelten Sensordaten eröffnet weiterhin Möglichkeiten, die Energieeffizienz pneumatischer Systeme zu optimieren.

Die mit dem SPM generierten Informationen aus der permanenten Überwachung spielen ihre Vorzüge außerdem im Hinblick auf Anlagenstillstände aus. Plötzliche und immer mit Aufwand verbundene Ausfälle können so minimiert oder gar eliminiert werden. Außerdem, erleichtern diese Informationen auch die Planung von Anlagenstillständen zu Wartungszwecken.

Alles auf einen Blick

Sämtliche Module der Komponenten, die bewertet werden sollen, werden anschließend in einer grafischen Oberfläche per Drag & Drop zusammengefügt und miteinander verknüpft. Diese Verknüpfung ist somit die einzige Aufgabe, die der Anwender übernehmen muss, da er weiß, an welchem Eingang welcher Sensor angeschlossen wird. Über die im Smart Pneumatics Monitor bereits vorhandenen, umfangreichen Programmmodule hinaus können Anwender mit Programmierkenntnissen bei Bedarf weitere spezifische Module generieren.

So können Nutzer unter verschiedenen Varianten der Darstellung und Kommunikation wählen. Der Smart Pneumatics Monitor ist mit einem integrierten Webserver ausgestattet, so dass Anwender anhand eines Internetbrowsers Verbindung mit der Box aufnehmen und den internen Browser zur Anzeige nutzen können. Zusätzlich gibt es einen OPC-UA Server, welcher die relevanten Daten zum Abruf anbietet. Grundsätzlich können jedoch auch viele weitere Schnittstellen angeboten werden, wie z.B. MQTT, einfacher E-Mail- oder SMS-Versand oder Schnittstellen zu den gängigen Datenbank- und Cloud-Diensten.

Auf der Hannover Messe 2018 in Halle 23 auf Stand C39 zeigt Aventics den Smart Pneumatics Monitor im Netzwerk – dort zeigt der SPM die Werte der Durchflussmessung von vier Funktionsmodellen auf dem Messestand. Die internationale Industriemesse findet vom 23. bis 27. April 2018 in Hannover statt und steht unter dem Motto “Integrated Industry - Connect & Collaborate”.

 

 

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