SPM statt Systemausfall: Modul sieht Anlagenzustand und Verschleiß voraus

Laatzen (Germany), 01.08.2017 | Presse

Aventics präsentiert Smart Pneumatics Monitor (SPM) auf der drinktec 2017

Mit dem neuen Modul Smart Pneumatics Monitor von Aventics bekommen Endanwender zuverlässige Aussagen zum Verschleißzustand und wertvolle Hinweise zur Energieeffizienz von Pneumatiksystemen. Und das ohne den Umweg über die Maschinensteuerung. SPM sendet vorverarbeitete Zustandsmeldungen an bestimmte Mitarbeiter und übergeordnete IT-Systeme. Solche Informationen verringern das Risiko von Maschinenstillstand und senken die Betriebskosten nachhaltig.

Es ist eine einfache Frage: „Was kostet ein Maschinenstillstand das Unternehmen? Und wie viel ist es mir wert, die Wahrscheinlichkeit eines unvorhergesehenen Stillstandes zu reduzieren?“ Diese Frage stellt Wolf Gerecke, Director Strategic Product Management bei Aventics in den Raum. Aventics macht es leicht, die Frage zu beantworten und hat ein Produkt entwickelt, das den Verschleiß an pneumatischen Systemen erkennt und meldet, bevor er zum Ausfall führt. Diesen Smart Pneumatics Monitor zeigen die Pneumatikspezialisten bei der Fachmesse drinktec 2017 in München.

Betriebsdaten mit vorhandener Sensorik erfassen

Der besondere Vorteil ist, dass der SPM ohnehin vorhandene Sensorsignale nutzt, sie dezentral verarbeitet und daraus zuverlässige Zustandsinformationen ableitet. Das belastet weder die Maschinensteuerung, noch sind hohe Bandbreiten nötig, um große Mengen an Daten an einen Server zu senden. Gerecke erläutert ein Beispiel: „Stoßdämpfer sind einer der häufigsten Gründe für einen ungeplanten Stillstand. Um den Verschleiß eines Stoßdämpfers zu überwachen, misst der SPM an Hand der Endschaltersignale den zeitlichen Verlauf der Dämpfung. Durch veränderte Zykluszeit des Hubs eines Zylinders im Millisekundenbereich erkennt das System, dass sich die Effektivität des Stoßdämpfers über seine Einsatzzeit reduziert.“

Aber nicht nur den Verschleißgrad bewertet das Modul. Auf Wunsch kann auch der aktuelle Energieverbrauch überwacht werden. Anwender können frühzeitig optimierende Maßnahmen ergreifen und so die Anforderungen der EU-Energieeffizienz-Richtlinie erfüllen. Denn alle Unternehmen ab 250 Mitarbeitern müssen seit dem vergangenen Jahr ein Energieaudit durchführen sowie ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach ISO 50001 bzw. ein Umweltmanagementsystem nach EMAS nachweisen.

Algorithmen werten die Daten aus

Von Aventics auf Basis der Anwendungserfahrung geschriebene Algorithmen werten die Daten aus und stellen die daraus gewonnenen Informationen bereit. Dies erfolgt in der Regel über den integrierten OPC-UA- Server, es können jedoch auch andere Kommunikationsmethoden wie MQTT oder Cloud-Connectoren gewählt werden. Per E-Mail oder SMS können darüber hinaus auch definierte Personen direkt informiert werden.

Dieses Condition Monitoring, das Erfassen von Betriebszuständen und deren Vorhersage, als Basis für vorausschauende Wartungskonzepte, bietet einen unmittelbaren Kundennutzen von Industrie 4.0-Applikationen. Weil sie vorausschauend Verschleiß erkennen, bevor er zu einem Ausfall führt, können Maschinenhersteller und -anwender damit die Verfügbarkeit der Produktionsmittel deutlich steigern. „Damit kann sich jeder den Wert des SPM für sich ausrechnen, indem er ihm die Kosten für einen Tag ungeplanten Systemausfall gegenüberstellt“, erläutert Wolf Gerecke.

Vom 11. bis 15. September 2017 präsentiert AVENTICS den Smart Pneumatics Monitor auf der drinktec 2017, der Weltmesse für Getränke- und Liquid-Food-Technologie. Die Pneumatikspezialisten sind in Halle A3 an Stand 327 zu finden. 

Kontakt

Frau Meike Müller-Wiegand

Medienkontakt

+49 511 2136-862

meike.mueller-wiegand@aventics.com

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